Am 18. April begann der Wochenend-Ausflug der Loge zu den drei Linden mit Ziel Hamburg. Mit dabei waren neben Familienangehörigen auch Brüder von der Zollernloge Hechingen und der Bodenseeloge Friedrichshafen; insgesamt umfasste die Gruppe 37 Teilnehmer.
Der größte Teil davon flog am Freitag Abend von Stuttgart nach Hamburg, wurde dort von einem Bus aufgenommen und zum Hotel Mövenpick gebracht. Als umgebauter historischer Wasserturm stellte das Hotel natürlich eine erste Attraktion dar. Beim gemeinsamen Abendessen trafen dann auch die individuell Anreisenden ein.
Der Samstag Vormittag begann mit einer Führung durch das Finkenwerder Airbus-Werk. Dort werden die sogenannten "Single-Aisle" Flugzeuge der Familie A318, A319, A320 und A321 gefertigt, zur Zeit im Schnitt jeden Tag 1,5 Flugzeuge. "Single-Aisle" bedeutet, dass die Passagierkabine nur einem Korridor besitzt, d.h. 3 Sitze rechts und links dieses Korridors. Die Flugzeuge dieser Familie hat also den gleichen kleinen Rumpfdurchmesser und Unterscheidet sich im wesentlichen nur in der Länge und in der Qualität der Triebwerke und der entsprechenden Reichweite. Die Flugzeugfamilie A330, A340 und später auch A350 haben einen größeren Rumpfdurchmesser und somit 2 Korridore - sie werden daher auch "Double-Aisle" Flugzeuge genannt. Diese werden ausschliesslich in Toulouse gebaut. Eine Ausnahme bildet der Supervogel A380, der in Toulouse gebaut, aber in Hamburg ausgestattet und lackiert wird. Besonders beeindruckte die Teilnehmer die Filigranität der Rohbaustrukturen und die Komplexität der Technik. Hier wird sofort klar, dass Sorgfalt und striktes Einhalten von Vorgaben oberstes Gebot für jeden Mitarbeiter darstellt.
Leider war der Blick auf den A380 nicht erlaubt, dessen Endmontage in riesigen Werkshallen auf dem ehmaligen Mühlenberger Loch erfolgt.
Gemäß Aussagen der Führer könnte dies jedoch ab 2009 möglich werden.
Nach ca. 2,5h endete die Führung auf dem Airbus-Gelände am werkseigenen Elb-Anleger, wo bereits eine Barkasse wartete, die alle bei Kaffee und Kuchen zu einer Hafenrundfahrt mitnahm. Diese führte zunächst zu den neuen Containerterminals - der Führer erläuterte viele Einzelheiten über Containerschiffe, deren Be- und Entladungstechnik und die dahinterliegende Logistik bis zum Weitertransport von Containern über Schiene und Strasse. Da war vom relativ" kleinen" Feeder bis zum 40m breiten und über 300m langen Containerschiffsgiganten alles zu sehen. Über den Lebensmittel- und Schüttguthafen ging es dann weiter zu den Schiffsbau- und Reparaturdocks. Nach einem kurzen Abstecher zur Speicherstadtbaustelle endete die Besichtigungsfahrt an den Landungsbrücken.
Die anschliessenden 2 Stunden verbrachte jeder individuell entweder durch Bummeln, Shoppen, Einkehren oder Schiffsbesichtigungen an den Landungsbrücken. Gegen 18 Uhr trafen sich dann alle im Restaurant Überseebrücke zum Abendessen mit Blick auf den Hafen.
Dieser erlebnisreiche Tag endete für viele - zugegeben erwartungsgemäß - spät in der Nacht im Gespräch an der Hotelbar; das gehört einfach dazu.
Der Sonntag war für jeden zur freien Verfügung - viele nutzen diesen Tag für Spaziergänge, für eine Alsterrundfahrt, für Museumsbesuche etc..
Gegen 16:00 Uhr traf man sich dann wieder beim Hotel, nahm das Gepäck auf und startete zur abschliessenden geführten Stadtrundfahrt, die am Flughafen von Hamburg endete, so dass die Mehrzahl der Gruppe gleich einchecken konnte. Zuvor wurden noch die individuell reisenden Teilnehmer verabschiedet.
Nach der Landung gegen 22:00 Uhr in Stuttgart wurde jedem bewusst, dass es ein langes, aber kurzweiliges Wochenende war und dass eine kurze Nacht bevorsteht.
Das Erlebte jedoch wurde sehr positiv aufgenommen und insgeheim freute sich so mancher, anderen davon erzählen zu können.
